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Es tut sich etwas in Halle-Neustadt


    Der Tulpenbrunnen erstrahlt in neuem Glanz, Übergabe für September vorgesehen




Der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen. Eine festliche Übergabe der Stadtverwaltung an die Bürger fand am 5. September statt. Halle-Neustadts Tulpenbrunnen kann sich nun wieder sehen lassen. Das gesamte gleichnamige Quartier, der dritte Wohnkomplex, soll in der Folge durchgestaltet werden..

Halle-Neustadt wird ähnlich einem Stadtteil im Süden der Saalestadt teilweise unterschwellig mit einem Negativ-Image belegt. Das geht sicher nicht von den Einwohnern Halle-Neustadts aus. Die Meisten mögen ihren Stadtteil und leben gerne hier.

Mittlerweile wird viel getan, die erhaltenswerten Kerne der Neustadt aufzuwerten. Im Rahmen des IBA Stadtumbaus 2010 in Sachsen-Anhalt startete die Stadt Halle ein neues Umgestaltungsprojekt „Sanierung des Tulpenbrunnens in Halle-Neustadt“. Die 1978 vom Hallenser Künstler und Burgabsolventen Heinz Beberniß als Auftragskunstwerk geschaffene Brunnenanlage fristete im letzten Jahrzehnt ein marodes, trostloses Dasein. Auch die umliegenden größeren Geschäfte waren in einem längeren Dornröschenschlaf versunken. Dabei fördern insbesondere Brunnen und Kunstwerke ein Herausbilden von Identität und tragen somit zur Stabilisierung eines Wohnquartiers bei.

Nun ist der erste Bauabschnitt beendet und das Ergebnis lässt hoffen, dass der Brunnenplatz wieder als Urbanität stiftender Kommunikationsraum mit angrenzenden Gewerbe- und Einkaufsmöglichkeiten von den Einwohnern und Gästen positiv als Zentrum eines immer attraktiver werdenden Wohngebietes erlebt wird.

Die ca. 5m hohe Brunnen-Tulpe mit hellen Natursteinblättern und Metallblüte als Wasserausströmer wird eingerahmt von einem Sandsteincarré mit Sitzbänken – ein Verweilpunkt für einen nachbarlichen Plausch oder als günstiger Ort für ein Rendezvous bzw. ein Date, wie man das heute nennt. Auf der baumbestandenen Kiesfläche hat sich ein großer Holzdrache niedergelassen und wird von den Kindern fleißig beklettert. Noch macht das Ganze einen sauberen Eindruck. Sicher ist es gewollt, dass sich mit der Zeit das eine oder andere Pflänzchen von selbst ansiedelt. Oder werden noch Tulpenzwiebeln gepflanzt? Gegenstand von Bürgerdiskussionen war die Entfernung von gewachsenem Grün, vielleicht versöhnt der gefundene Kompromiss.

Insgesamt bietet der Platz ein helles, freundliches und einladendes Bild, doch der Zustand der südlichen Häuserfront stößt weiterhin auf Unverständnis. Das ehemalige Blumengeschäft ist nach wie vor ein einziger Trümmerhaufen aus zerborstenem Glas und verrostetem Metall und verbarrikadierter ehemaliger Schaufensterfront. Trotz Besitzerwechsel der Immobilie hat sich bislang nichts geändert. Wie lange wird dieser Schandfleck noch bestehen?

Ärztehaus, Apotheke, Reisebüro, Friseur, Aerobic-Dance-Center, Gesundheits- und Fitnesscenter säumen schon lange den Brunnenplatz, sind Anlaufpunkte für verschiedenste Interessen und Geschäfte. Nun kommt hinzu, erfreulich vor allem für weniger mobile Anwohner, die Wiedereröffnung der jahrelang brachliegenden Kaufhalle als Pennymarkt mit Fleischer- und Backwarengeschäft. Sehr angenehm, alles ist nun barrierefrei erreichbar.

Der Halle-NeuStadt e. V. setzt sich mit allen Kräften für die Weiterentwicklung des Stadtteils ein und ist erfreut, dass sich dieser Umbauprozess beginnt mit den Bürgerinteressen zu verzahnen. Beispielsweise konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger Tonfliesen für den Brunnen gestalten und formen, die später in das Ensemble eingebaut werden sollen.

Im III. Wohnkomplex beteiligte Wohnungsgesellschaften haben Folgemaßnahmen geplant, wie die interessante Sanierung des Wohnblocks an der dem Brunnenplatz anschließenden „Grünen Galerie“ mit den zahlreichen Plastiken und Grünanlagen. Für das gesamte Quartier verbessert sich die Wohnqualität erheblich. Der Eindruck für Besucher und Gäste wird Vorurteilen zum Stadtteil Halle-Neustadt keinen Raum mehr lassen.









Eine akzeptable Lösung für die Außerdienststellung des Friedhofes Halle-Neustadt ?

Der Halle-Neustadt e. V. mit seinem Vorsitzenden Herrn Udo Mittinger hat sich in besonderem Maße dafür eingesetzt, in der komplizierten emotionsgeladenen Frage der Außerdienststellung des Friedhofes in Halle-Neustadt mit dazu beizutragen, zusammen mit anderen Interessenvertretern der Neustädter Bürger und der Stadtverwaltung zu einer akzeptablen Kompromisslösung zu kommen.

Im Folgenden können sich interessierte Bürger bereits vor der Veröffentlichung im Amtsblatt über die gefundenen Lösungen informieren:

Sitzung des Stadtrates am 25.02.09
Mitteilung der Verwaltung zum Ergebnis der Gespräche zu Thema Friedhof Halle-Neustadt gemäß der Niederschrift der 50. öffentlichen Sitzung des Stadtrates am 17.12.2008


Mitteilungen

Sehr geehrte
Damen und Herren,
die von der Oberbürgermeisterin angekündigten Gespräche mit der Arbeitsgruppe aus Vertretern der Kirchengemeinde Passendorfer Kirche Halle-Neustadt / Evangelisches Kirchspiel Halle-Neustadt, des Seniorenrates, des Quartiersmanagements, dem Vorsitzenden des Halle-NeuStadt e. V. und den Vertretern der Fraktionen haben stattgefunden.
Nach eingehendem Austausch zur Situation in Halle-Neustadt und zu den Auswirkungen des Stadtratsbeschlusses zu Außerdienststellung des Friedhofes Halle-Neustadt wurde folgende Konsenslösung miteinander vereinbart.

1. Der Stadtratsbeschluss (Vorlage Nr. IV/2008/07314) vom 27.08.2008 wird in der beschlossenen Form umgesetzt.
2. Die Rahmenbedingungen zu Umsetzung des Beschlusses sollen wie folgt: (Änderungen unterstrichen) Bezug Vorlage IV/2008/07314 modifiziert werden.

Erläuterung:

Die Außerdienststellung des Friedhofes Halle-Neustadt zum 31.12.08 bedeutet, dass der Friedhof weiterhin als Ort der Ruhe und Besinnung erhalten bleibt, auf den die Besucher wie bisher zu ihren angehörigen kommen können und ihre Orte des Gedenken pflegen können. Durch die Außerdienststellung wird es folgende Neuregelungen geben.
- Urnenbeisetzungen in vorhandenen Wahlgrabstätten können noch bis zum 31.12.2028
(alt: 31.12.2018) erfolgen (Ruhefrist 10 Jahre - bis 2028).
- Erdbestattungen in vorhandenen Wahlgrabstätten können noch bis zum 31.12.2018
(alt: 31.12.2008) erfolgen (Ruhefrist 20 Jahre).
- Neue Nutzungsrechte für Urnenreihengräber sowie Urnengemeinschaftsanlagen können noch bis zum 31.12.2028 (alt: 31.12.2008) erworben werden, unter der Maßgabe, dass diese spätestens am 31.12.2038 auslaufen.
- Bereits erworbene Grabnutzungsrechte an Wahlgräbern mit einer Laufzeit über das Jahr 2028 hinaus, können sukzessive bis zum Jahr 2038 auslaufen und bis zum Jahr 2038 verlängert werden, nur Verlängerungen darüber hinaus und neue Nutzungsrechte an Wahlgrabstätten werden nicht mehr gestattet sein.
- Die investiven Maßnahmen werden sich künftig auf die bestandsfähigen Hauptfriedhöfe (Gertrauden-, Nord- und Südfriedhof) und den Stadtgottesacker konzentrieren.

Für den Friedhof Halle-Neustadt werden die notwendigen Investitionen vorgesehen.

Die Friedhofsverwaltung wird weiterhin den würdevollen Rahmen durch Pflege der belegten Grabfelder, der Zuwegungen und des begleitenden öffentlichen Grüns gewährleisten.
Die Verwaltung geht davon aus, dass mit dieser Kompromisslösung ein geeigneter Weg gefunden werden konnte, eine schwierige Entscheidung für die betroffenen Bürger akzeptabler zu gestalten.
Die Verwaltung wird die Bürger in geeigneter Form im Amtsblatt über die veränderten Rahmenbedingungen informieren.




Für Radfahrer ist der untere Böllberger Weg viel zu unsicher, also benutzt man die Hafenbahnbrücke und den Teilabschnitt des Saale-Radwanderweges bis zur Genzmer Brücke. Genau dort liegt seit Jahren der Hase im Pfeffer. In den Wintermonaten und nach starkem Regen entpuppt sich der genannte Abschnitt am Saaleufer als Schlammschlacht mit dem Rad. Das Einzige, was die Stadt im vorigen Jahr für die Strecke übrig hatte, waren zwei Schubkarren voll Splitt, um die beiden schlimmsten Löcher unter der Genzmer Brücke zu verfüllen.
In einer Zeit, da mehr und mehr Menschen aus ökologischen bzw. monetären Gründen auf das Fahrrad umsteigen oder umsteigen müssen, ist die Ignoranz der Verantwortlichen, die sich seit Jahren mit der Begründung „klamme Kassen“ herausreden, nicht nachvollziehbar.
Auch auf Gäste der Stadt, die den Saale-Radwanderweg an diesem Teilstück befahren wollen, macht das einen entsprechenden Eindruck.

Wird sich mit der Fortführung des Ausbaus der Hafenbahntrasse an den Pulverweiden eine Lösung des Problems ergeben?

Die Verantwortlichen der Stadt Halle werden sicher nur bei schönem Wetter, nachdem die Pfützen ausgetrocknet sind, diesen Abschnitt zur Kenntnis nehmen und nicht die vielen Fahrradfahrer fluchen hören, deren täglicher Weg zur Arbeit notgedrungen oft durch diesen Schlammpfuhl führt. Generell sollte die Stadtverwaltung der Problematik sicherer Radverbindung zwischen den einzelnen Stadtteilen in Zukunft viel mehr Aufmerksamkeit schenken.



Das war unser Sommerfest 2009