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Die Frage nach der Zukunft von Halle-Neustadt
bewegt wohl die Mehrheit der Einwohner dieses Stadtteils.
Vor fast 40 Jahren (Grundsteinlegung am 15.Juli 1964) als eigenständige
Stadt erbaut, wurde Halle-Neustadt nach der Wende zur Stadt Halle
eingemeindet.

Einst Stadt der Kinder und der Jugend, wurde und wird Halle-Neustadt
immer mehr ein Stadtteil der Älteren, der Senioren. In aller Schärfe
zeigen sich die Widersprüche der Nachwendezeit besonders in Halle-Neustadt.
Sanierte Häuser, modernisierte Wohnungen, attraktive Handels- und
Dienstleistungseinrichtungen, Straßenbahn und vieles mehr stehen
auf der Positivseite der Entwicklung. Hohe Arbeitslosigkeit, viele
Sozialhilfeempfänger, Bevölkerungsschwund und Wohnungsleerstand
sind die Kehrseite der Nachwendezeit.
"Besserverdienende" haben in großer Zahl den Stadtteil verlassen,
Jugendliche ziehen gegen Westen, wo sie einen Ausbildungsplatz oder
eine Arbeitsstelle finden. Prognosen weisen darauf hin, dass Halle-Neustadt
in den nächsten 10 - 15 Jahren auf eine Einwohnerzahl von 45.000
zurückgehen wird. Politik und Wirtschaft sind vor allem gefordert,
um diesem Stadtteil eine Perspektive zu geben.
Umfragen sagen aus, dass der übergroße Anteil der Einwohner Halle-Neustadts,
trotz der vielfältigen Probleme, gern in diesem Stadtteil wohnt
und dies auch weiterhin möchte. Halle-Neustadt ist in seiner jungen
Geschichte für viele Neustädter wirklich zur Heimat geworden.
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